Warum Yoga?

Yoga ist ein Kriegerpfad.

Da der Mensch von seiner Natur aus ein Krieger ist – er führt Krieg für die Gerechtigkeit, Liebe, Sicherheit, Stolz, Geld, Macht…,  gegen seine Mitmenschen, Andersdenker, sogar gegen seine Geliebten und vor Allem gegen sich selbst – ist es plausibel, dass Yoga sich so stark auf der Welt durch gesetzt hat.

Alle sprechen über Yoga, machen Yoga oder wollen das mal ausprobieren, da sie gehört haben, es bringe Entspannung, Gleichgewicht, eine gute körperliche Form u.v.m. Das stimmt Alles bis zu einem gewissen Punkt oder eher… ab einem gewissen Punkt.

Es ist nicht zu übersehen, dass unser Planet ein Ort voller Herausforderungen ist – voller bitter-süßer Herausforderungen, die der Mensch liebt. Wenn das nicht so wäre, würde uns doch sehr schnell langweilig werden. Der Mensch selbst ist natürlich nur allein der Grund von diesen Herausforderungen. Auch wenn er das nicht zugeben mag, liebt er sie und kann ohne auch nicht.

Yoga ist der Spiegel des Lebens und des Menschen, deswegen liegt er uns so gut.

Yoga chitta vritti nirodha – eine der ersten Sutras von Patanjali (eine der bedeutendsten Yogaschriften unserer Zeiten) sagt, dass Yoga die Fähigkeit ist, die Aufmerksamkeit ohne Ablenkung auf ein Objekt auszurichten, diese Ausrichtung für unbegrenzte Zeit beizubehalten und so den Geist völlig zur Ruhe zu bringen (siehe auch die 3 letzten Glieder des Yoga: Dharana, Dhyana, Samadhi).

Yoga ist eine Kämpfer-Disziplin, eine Herausforderung, eine Anstrengung und verlangt viel Arbeit und er hat ein Ziel.

Meine Lieben Yogi/nis, entweder wisst Ihr das schon oder muss ich Euch jetzt enttäuschen –  dass es mit Yoga (Yoga, wie es in den klassichen Yoga-Schriften steht) nicht möglich ist  sich mühelos zu entspannen, wie es so oft falsch verstanden wird. Yoga ist ein mühsamer Kampf, der den Gegner: sei es Stress, “monkey mind” oder was auch immer besiegen will. Wenn Ihr Eure Praxis vertieft und so richtig “im Yoga” seid, wird es eine noch subtilere Art von einem Kampf.

Wo bleibt dann die Entspannung?

Es geht beim Yoga (damit meine ich natürlich nicht nur die Körperübungen) um eine Vorbereitung für die “absolute Entspannung”. Dafür liegen wir ja auch immer im Shavasana (die Entspannungshaltung) am Ende der Yogapraxis (die,  meistens aus Körper- und Atemübungen und manchmal Meditation besteht), damit wir einen flüchtigen Einblick in das Prinzip bekommen könnten, wozu Yoga ursprünglich gedacht war. Natürlich kann keine einzige Yogaklasse, die absolute Samadhi übermitteln, weil Samadhi – die absolute Glückeligkeit-Extase-Ruhe jenseits von Zeit und Raum – mehr als nur Entspannung ist, aber man kann die Idee davon viel besser begreifen, wenn man sich der täglichen bzw. regelmäßigen Yogapraxis hingibt.

Der Mensch ist schon mal so gebaut, dass er ohne Anstrengung nicht glücklich sein kann, ohne Anspannung nicht entspannen kann – deswegen ist Yoga, egal welcher, ein Weg, der dem Menschen aufs Leib geschnitten ist – ein Weg, der das Ego erst wachsen lässt und verstärkt, um  es dann irgendwann-irgendwo komplett zu verabschieden.  Der Mensch ist ein Krieger, der lange kämpft, bevor es ihm klar wird, dass es sinnlos ist und dann … … …

Aber er muss gekämpft haben, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

Kämpfen = Üben -> Dran bleiben -> Erfahren -> Erkennen

Es mag sein, dass so mancher aus ganz anderen Motiven zum Yoga findet, wie zum Beispiel besserer Energiefluß zwischen den beiden Körpern (fein- und grobstofflich), um spirituelle Praktiken besser durchführen zu können; oder aus körperlichen Gründen bzw. Beschwerden (Verbesserung der Haltung, Flexibilität, Atmung etc.); oder aus intellektuellen Gründen (Interesse an Yoga-Filosofie); oder aus Neugier und Abenteuerlust (weil man einfach die Erfahrung machen möchte); oder aus Stress, Überforderung, Verzweiflung und aus dem Wunsch etwas im Leben zu ändern (um sich endlich ab-und-zu mal entspannen zu können). Das sind alle sehr gute Gründe, um mit Yoga zu beginnen! Meistens ändern sich die Gründe während einer intensiven und regelmäßigen Yogapraxis und so muss es auch sein – ein wunderbarer Beweis, dass Yoga “etwas” bewirkt!

 

“Yoga ist 99% Übung und 1% Theorie”, so der große Ashtanga Yoga Lehrer Shri K. Pattabhi Jois.

“Manchmal” nimmt das Ganze dann eine Wende, womit man gar nicht rechnet… ist schon so manchem/r Krieger/in passiert. Große Änderungen und tiefgründige Erkenntnis kommen aber nur durch Erfahrung. Das tolle an Yoga ist, dass es fast nie gleich bleibt.

 

Lass Dich überraschen!

 

“Außerdem” (!!!) :

  • hat Yoga durch seine starke Auswirkung auf den feinstofflichen Körper und den Energiehaushalt des Menschens (weil dadurch die universale Lebensenergie ins Fließen kommt) die Eigenschaft, wenn man ihn mit Hingabe ausübt, das Bewusstsein zu erweitern.
  • Yoga, wenn man während dessen oder danach heitere Freude und Verbindung vom Körper und Geist spürt – sei es durch die Atmosphäre und/oder durch den starken Energiefluß in jedem Einzelnen –  erhöht die Frequenz Deines Energiekörpers. Viele “hoch vibrierende” Energiekörperchen erhöhen logischerweise die Frequenz von dem Ort sowie global gesehen – von dem ganzen Planeten.
  • Da wir uns gerade in einem Zeitalter der großen Bewusstseinsänderung befinden, beschleunigt Yoga das Prozess um so mehr. Yoga wird in diesem Sinne zu einem Werkzeug/Hilfsmittel und ist kein Weg mehr.

Du entscheidest selber, was Yoga für Dich ist, aber Eins ist klar – niemand hat noch je seine tiefgründige Yogaerfahrung bereut.

Ich freue mich auf jede/n Einzelne/n von Euch in meinen Klassen!

Soham Shivoham (sanskr. “Ich bin das reine Bewusstsein”)

 

 

 

 

 

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